Für den Bau einer Trockenmauer empfehlen wir einen handelsüblichen Rohen Mauerstein aus Sandstein. Die normale Sortierung besteht aus Steinen der Schichtenhöhen von ca. 10-20 (25) cm mit Kantenlängen von ca. 25-50 cm. Das mittlere Steingewicht beträgt etwa 35 -45 kg. In Abhängigkeit von der Mauerhöhe können die Schichtenhöhen und Kantenlängen variiert werden. Die Steine sind in allen Flächen spalt- bzw. bruchrau und haben dadurch einen natürlich-rustikalen Charakter.
UNSERE TIPPS FÜR DEN MAUERBAU:
Fundament
Die beste Standfestigkeit haben Trockenmauern auf gewachsenem Boden. Bei jüngerem Erdreich besteht die Gefahr, dass sich die Mauer in das Erdreich drückt und instabil wird. Die Bodenbedingungen sind deshalb bei der Gründung hinsichtlich Fundament und Mauerneigung zu berücksichtigen.
Für das Fundament (D) sollte der Boden ca. 40 -60 cm ausgehoben werden. Meistens reicht dies in unseren Breitengraden aus.
Eine Frostsicherheit bietet das Fundament allerdings erst ab einer Tiefe von ca. 80 cm. Die Breite beträgt etwa 40 cm und damit etwas mehr als die durchschnittliche Steinbreite. Als Faustregel gilt, dass eine Trockenmauer am Fuß in der Breite etwa mit einem Drittel der Mauerhöhe angelegt wird. Nimmt man als Beispiel die Mauerhöhe mit 90 cm an, so wäre der Fuß rund 30 cm breit ( er darf gerne aber etwas breiter sein). Für das Fundament empfehlen wir den Einbau von frostbeständigem Schotter (D). Schotter verkantet sich beim Verdichten und ist somit standfester als Kies.
Aufbau
Bei einer Trockenmauer ist nicht die Exaktheit wie bei einem hochwertigen Sichtmauerwerk erforderlich, dennoch sollte eine Schnur gespannt werden. Sie dient als Hilfe der Richtung und zur Einhaltung der gewünschten Höhe. Bei höheren Mauern empfiehlt sich der Einsatz eines Schnurgerüstes, um die Flucht und den Anlauf (Mauerneigung gegen den Hang) einhalten zu können.
Die erste Steinreihe wird mit relativ großen Steinen begonnen, wobei der Basisstein (E)- etwa 10 cm unterhalb der späteren Geländeoberkante gesetzt wird. Die Mauerrückseite wird in etwa gleicher Breite wie die eigentliche Mauer mit grobem Steinmaterial hinterpackt (C). Dadurch kann sich hinter der Mauer keine Staunässe bilden. So verfährt man bis etwa eine Steinlage unterhalb der Maueroberkante. Später durchdringt der Boden hinter der Steinpackung diese allmählich bis zur Mauerrückseite; Mauer, Steinpackung und Erdreich bilden dann eine Einheit. Über der Hinterpackung, d.h. ab Unterkante des Abdecksteins (A) kann man Boden zum Bepflanzen oder Einsäen aufbringen.